2 off the beaten track


Die letzten Tage in Oz
14. Oktober 2009, 2:19
Gespeichert unter: Australien

Ja… total ungeregelt ist es dann eigentlich auch. Wir kommen an und wundern uns über das schöne Haus mit dem chaotischen Hof. Phillip kommt ein bisschen zu spät. Die Kinder mussten noch in die Schule. Wir fangen gleich an ein paar große Holzpaletten zu entnageln und werden mit einem deftigen Mittagessen belohnt.

Nach einiger Zeit – wir helfen hier und da mal und haben dann wieder frei um uns um unseren Autoverkauf zu kümmern – haben wir uns schon an unsere tierische Umgebung gewöhnt. Wir geniesen die gute und gesunde Ablenkung und freuen uns über Kühe, Küken und Kinderspiele auf dem großen Trampolin. Es werden ein neues „Shed“ für die Hühner gebaut und ganze Grundstücke mit dem Traktor aufgeräumt. Philip, der schweizer Alleskönner lebt seit 18 Jahren in Australien und hat seinen Weg vom Farmarbeiter über Tourenorganisator bis zum Familienpapa mit Hobbyfarm + selbständiger „Traktorworks-Firma“ gemacht. Wir unterhalten uns viel über unser Auto und wie wir es am besten los werden. Nebenbei werden Kühe gemolken, geboren und beerdigt. Wilde Nachtaktionen mit Kanüle und Infusion für die dicke „Froni“ sowie eine nächtliche Hühnerseuche mit hoher Sterberate begleiten uns ebenso wie die Gartenarbeit auf einer Restaurationsbaustelle auf der wir später ebenfalls nächtigen.

Es ist bereits drei Wochen her, seitdem sich niemand ernsthaftes für unser schönes Auto interessiert hat. Wir hatten vorher schon in Erwägung gezogen, den Preis deutlich nach unten zu setzen. Fünf Tage vor unserem Abflug-Termin nach Bali melden sich gleich zwei Pärchen, die sich für den Wagen interessieren. Von den Australiern aus Brisbane haben wir nie wieder etwas gehört. Wir hatten kein Servicelogbuch, das hat sie wohl gestört. Den Service haben wir aber immer regelmäßig selber gemacht und das wird von dem deutschen Pärchen honoriert. Nach einer persönlichen Inspektion und dem Online-Diebstahl-oder-Strafen-Check geht es noch kurz zum Mechaniker bevor der Kaufvertrag unterschrieben wird. Hierfür reicht ein handgeschriebener Zettel. Wir freuen uns, dass der Mechaniker ein Landcruiser-Fan ist und über die ein oder andere uns bekannte Macke hinweg sieht. Auch das Nummernschild aus NewSouthWales ist kein Problem für die beiden. Da wollen sie eh hin. Wir können unser Glück gar nicht glauben, finden es aber nur fair nach Katharina´s Wellenunglück und den teuren Autoreparaturen. Für uns scheint wieder die Sonne – bald in Bali!


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