Gespeichert unter: Australien
Wir erreichen Perth an einem sonnigen Wintertag. Die grüne Parkanlage am Südufer des River „Swan“ bietet einen einmaligen Ausblick auf die bescheidene Skyline Perths. Besonders bei Nacht sehr sehenswert. Ebenso bietet sie uns Obdach und Shelter für die kommende Woche. Hier kommt kein Ranger und keine Polizei – dies ist Picknick-Zone. Es fällt nicht weiter auf wenn ein Auto hier mal Übernacht bleibt.
Diese erste Woche in der Westaustralischen Hauptstadt macht es uns nicht gerade immer leicht. Klar Katharina bekommt unmittelbar ihre Zähne von einem netten Zahnarzt geflickt und wir sparen Geld obwohl wir an einem der schönsten Plätze in Perth nächtigen. Doch die Tatsache, das Katharina nicht (Auslandskranken-) versichert ist und dass sie in Deutschland richtige Kronen braucht, macht ihr doch erstmal zu schaffen. (Das mit der Krankenversicherung haben wir vergeigt: Antrag wurde zwar weggeschickt, eine Rückmeldung hat sie aber nie erhalten.) Mir macht das Auto etwas Kopfschmerzen – es war teuer und wir haben keine 3 Wochen mehr um es zu verkaufen. Außerdem ist Winter in Perth was soviel bedeutet wie „wenig Backpacker die ein Auto kaufen wollen“. Es gibt viel zu tun.
Wir putzen und säubern und schrubben. Wir schleifen und sprühen und waschen. Wir analysieren und reparieren und ersetzen. Wir machen das Auto Verkaufsklar. Bei 9500 AUD setzen wir den Preis. Zu hoch? Wir finden nicht. Trotz dem wahrscheinlich teuerstem Backpackerauto in ganz Perth, sind wir zuversichtlich. Wir versuchen unsere Investitionen zu decken. Es werden Zettel gedruckt sowie Anzeigen in Zeitung und Internet inseriert. Quokka (Alles) gibt es auch hier.
Nach einem massiven Ansturm am ersten Tag – Veröffetlichung der Donnerstagsausgabe der Quokka – schwindet unsere Hoffnung am Australischen Markt. Der Anzeigenschreiber hat eine „0″ am Ende des Kilometerstands vergessen. Mit läppischen 42.000 km ist unser Landcruiser damit ja quasi ein Neuwagen. Auch keine Rückmeldung aus den „Backpackers“ so weit.
Kommt Zeit, kommt Rat. Wir suchen in der Zwischenzeit nach einem Job im Austausch gegen Verpflegung und Übernachtung. Nach einem erschöpfenden Marsch durch unzählige Hostels und einigen Chats zu ihren Managern, sind wir ein bisschen schlauer. Wir wissen wo wir nicht arbeiten bzw. eher „nicht schlafen“ möchten…
Ein Handzettel eines Schweizers weckt unsere Aufmerksamkeit. Leute gesucht für Dies und Das beim Aufbau einer Mini-Farm. Nach einem kurzen Telefonat mit Mr. Philip Keller waren wir uns einig: „Bei uns hat es Chüe und Hühner, einige Arbeit mit dem Tragtoor hat es auch und sonst ist olles eichentlich totaal uncheregelt“…
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