Einsortiert unter: Australien
In Exmouth angekommen, zeigen uns die “No Free Camping – 200 $ Fine”-Schilder, wie der Hase läuft. Obwohl sich im Vorraus buchen gelohnt hätte, sind wir doch noch auf einem der Buschcamps am Strand des Cape-Range-National-Parks untergekommen. Hier ist es Känguru-Land. Bei Dämmerung tut sich unser Toyota schwer, eins nicht zu erwischen. Dennoch bleibt uns Känguru am Spieß erspart und wir kochen vegetarisch. Für den nächsten Morgen haben wir uns für eine vielversprechende aber kostspielige Whaleshark-Tour eingeschrieben.
Die Saison neigt sich dem Ende zu, die Tiere ziehen allmählich weiter. In Coral Bay wurden sie schon gar nicht mehr gesehen und hier war gestern der erste Tag an dem sie überhaupt nicht aufgetaucht sind. Eigentlich kommen die größten Fische der Meere jedes Jahr regelmäßig über einen bestimmten Zeitraum ganz nah ans Ningaloo-Riff. Das macht diesen Ort so besonders, da dies anderswo weniger üblich ist. Warum kommen Haie an die Küste? Wie wir wissen sind Haie friedliche Planktonfresser – aehem… zumindest die Walhaie – und die freuen sich hier jährlich auf das große Korallenleichen. Klingt süß, nicht?
Mit uns an Board sind einige die die Tour am vorherigen Tag schon mal gemacht haben und leider nix gesehen haben. Die Policy verspricht: Wer nix sieht darf nochmal mit! Die Erwartungen sind also hoch – die Spannung auch. 350 $ für einen “normalen” Schnorchelausflug ist wohl doch etwas viel. Als das Spotterplane die ersten Haie sichtet, ist die Erleichterung groß. Alle bereiten sich vor und hüpfen auf Kommando ins Wasser. Vier boote teilen sich den erlösenden Funkspruch: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Der Guide vorweg, die Hand zu einer Haiflosse auf dem Kopf geformt. Mist abgetaucht. Alle wieder ins Boot. Nach zehn Minuten geht das Spiel von vorne los. Und wieder nix. Die Erwartungen sinken in den Keller – müssen die “bloody b@s*@§d$” auch immer abtauchen? Beim vierten Funkspruch zeigt er sich dann. Massiv aber elegant schwimmt einer der kleineren Riesen an uns vorbei. Wir halten uns an den Seiten um ihm nicht im Weg zu stehen und schwimmen mit. Schöne Weiße Punkte hat der… Anfassen ist leider nicht, aber auf ein paar Meter darf man schon hin – der Hai stört sich nicht besonders und bleibt an der Oberfläche.
Ein wunderbares Erlebnis das sein Geld wert war würden wir sagen. Wir dürfen das ganze dann noch 2 mal Wiederholen mit dem selben und mit einem weiteren Exemplar. Wir haben keine 18 Meter Walhaie erwartet und das war auch gut so. Aber selbst die kleinen Fische mit 4-5 Meter machen richtig Eindruck. Fotos machen wir auch, leider geht das “Klump” von Unterwasserkamera kaputt und Wasser zerstört den ganzen Film.
An diesem Nachmittag werden wir noch mit großen Meeresbewohnern gesegnet und wir sehen, Buckelwale, Minkeywale und Delfine vom Boot aus und Schildkröten und mächtige Manta-Rochen mit der Taucherbrille.
Einsortiert unter: Australien
Der Karinjini-National-Park ist sicher mit eine der schönsten Attraktionen im Westen. Oder in ganz Australien. Nicht so touristisch wie vielleicht die Kimberlys oder das Ningaloo Reef und dennoch sehr spektakulär. Eine Vielzahl an Schluchten lässt sich hier in Halbtages- und Tagesausflügen beklettern.
Der Park kostet seine Permit (10 AUD fürs Auto, und 10 AUD pro Person), die auf Vertrauensbasis per Selbstregistrierung an einem der zwei Parkeingänge gespendet wird. Übernachten kann man auf einem der Buschcampingplätze für ein geringes Entgelt oder einfach ausserhalb des Parks in der freien Natur. Das haben wir jedenfalls so gemacht. Es kann hier jedoch selbst im trockenen Sommer recht kalt werden da der Park auf einem Plateau liegt.
Wundervolle Schluchten erwarten uns. Hammersley Gorge, Knox Gorge, Hancock Gorge just to name a few. Die Schluchten bieten eine Einmalige Felslandschaft, durchzogen von kühlen kristallklaren Bächen und grünen Pflanzen. Entweder mit wasserdichten Wanderboots oder mit den guten alten Tewa-Sandalen, klettert man z.T. an steilen Fälswänden entlang von Pool zu Pool. Ach was erzähl´ ich eigentlich: die Bilder sagen mehr als 1000 Worte…























