2 off the beaten track


Pimp my Car die Zweite – Pics
27. September 2009, 6:59 vormittags
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Katharina (direkt) nach der Zahn-OP – Pics
27. September 2009, 6:56 vormittags
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Perth City – Pics
27. September 2009, 6:54 vormittags
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Zweifel und Hoffnung
27. September 2009, 6:49 vormittags
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Wir erreichen Perth an einem sonnigen Wintertag. Die grüne Parkanlage am Südufer des River “Swan” bietet einen einmaligen Ausblick auf die bescheidene Skyline Perths. Besonders bei Nacht sehr sehenswert. Ebenso bietet sie uns Obdach und Shelter für die kommende Woche. Hier kommt kein Ranger und keine Polizei – dies ist Picknick-Zone. Es fällt nicht weiter auf wenn ein Auto hier mal Übernacht bleibt.

Diese erste Woche in der Westaustralischen Hauptstadt macht es uns nicht gerade immer leicht. Klar Katharina bekommt unmittelbar ihre Zähne von einem netten Zahnarzt geflickt und wir sparen Geld obwohl wir an einem der schönsten Plätze in Perth nächtigen. Doch die Tatsache, das Katharina nicht (Auslandskranken-) versichert ist und dass sie in Deutschland richtige Kronen braucht, macht ihr doch erstmal zu schaffen. (Das mit der Krankenversicherung haben wir vergeigt: Antrag wurde zwar weggeschickt, eine Rückmeldung hat sie aber nie erhalten.) Mir macht das Auto etwas Kopfschmerzen – es war teuer und wir haben keine 3 Wochen mehr um es zu verkaufen. Außerdem ist Winter in Perth was soviel bedeutet wie “wenig Backpacker die ein Auto kaufen wollen”. Es gibt viel zu tun.

Wir putzen und säubern und schrubben. Wir schleifen und sprühen und waschen. Wir analysieren und reparieren und ersetzen. Wir machen das Auto Verkaufsklar. Bei 9500 AUD setzen wir den Preis. Zu hoch? Wir finden nicht. Trotz dem wahrscheinlich teuerstem Backpackerauto in ganz Perth, sind wir zuversichtlich. Wir versuchen unsere Investitionen zu decken. Es werden Zettel gedruckt sowie Anzeigen in Zeitung und Internet inseriert. Quokka (Alles) gibt es auch hier.

Nach einem massiven Ansturm am ersten Tag – Veröffetlichung der Donnerstagsausgabe der Quokka – schwindet unsere Hoffnung am Australischen Markt. Der Anzeigenschreiber hat eine “0″ am Ende des Kilometerstands vergessen. Mit läppischen 42.000 km ist unser Landcruiser damit ja quasi ein Neuwagen. Auch keine Rückmeldung aus den “Backpackers” so weit.

Kommt Zeit, kommt Rat. Wir suchen in der Zwischenzeit nach einem Job im Austausch gegen Verpflegung und Übernachtung. Nach einem erschöpfenden Marsch durch unzählige Hostels und einigen Chats zu ihren Managern, sind wir ein bisschen schlauer. Wir wissen wo wir nicht arbeiten bzw. eher “nicht schlafen” möchten…
Ein Handzettel eines Schweizers weckt unsere Aufmerksamkeit. Leute gesucht für Dies und Das beim Aufbau einer Mini-Farm. Nach einem kurzen Telefonat mit Mr. Philip Keller waren wir uns einig: “Bei uns hat es Chüe und Hühner, einige Arbeit mit dem Tragtoor hat es auch und sonst ist olles eichentlich totaal uncheregelt”…



Nambung National Park – Pinnacle Desert – Pics
27. September 2009, 6:45 vormittags
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Vermeintliche Umweltsünder & Auf in die Wüste
27. September 2009, 6:36 vormittags
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Die Fahrt Richtung Perth verläuft nach Plan. Naja fast… einen Ölwechsel auf eigene Faust in Geraldton – 450 km nördlich von Perth – zu machen, ist schier unmöglich. Zuerst pi*** uns der Besitzer einer Fish & Chips Bude an, es sei sein Parkplatz und “anyway, what the bloody hell were we doing there”. Zwei Parklots weiter, kommt der Stadt-Ranger und versucht uns sanft und behutsam klar zumachen, dass es zwar keine Straftat sei, solange keine Umweltsauerei bleibt, aber es nicht gerne gesehen werde. Ich nicke mürrisch und packe wieder zusammen. Nicht, dass wir Schweinereien vorhaben – Plane, Ölfilter, Werkzeug, Altölkanister ist alles da – aber wahrscheinlich gibt es Dinge, die macht man einfach nicht auf einem öffentlichen Parkplatz…

Meinen geheimen Parkplatz finde ich dann noch, nahe den berühmten Pinnacles nicht weit von Perth. Das Altöl wird brav und ohne Sauerei wieder abgefüllt, mit der Absicht es fachgerecht in einer Annahmestelle in Perth zu entsorgen. Mehr aber als der gelungene Ölwechsel inklusive Öl- und Dieselfilter, befriedigt mich der Anblick der Pinnacles im Morgengrauen. Die Kalkstein-Wüste, bildet einen Teil des Nambung-Nationalparks. Wie die
Monolithen genau geformt wurden, wissen wir “Faulis” nicht. Nachzulesen ist es aber z.B. bei [ http://de.wikipedia.org/wiki/Pinnacles ].
Der Anblick und der Spaziergang mit Auto und Fuß durch diese einzigartige Naturlandschaft gefällt uns überaus gut – kaputte Zähne sind schon fasst wieder vergessen…



Sharkbay – Monkey Mia – Pics
27. September 2009, 6:33 vormittags
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Recovery Room und Delfin-Therapie
27. September 2009, 6:17 vormittags
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Nach dem Emergency Room geht es in den Recovery Room. Eine Hütte auf einem Campingplatz mit richtigem Bett, TV und Kühlschrank. Eine richtige Krankenstation, als Abwechslung zum engen Auto. Es wird Brei gekocht und beim Anziehen geholfen.

Aufgrund drei freiliegender Nerven, haben wir keine Weiteren um viel Zeit an der Westküste zu vertrödeln. Der nächste Zahnarzt der Zeit hat, ist in Perth. Nur 1000 km südlich. Easy. Um währenddessen Fortschritte in der psychologischen Rehabilitation zu machen, machen wir den kleinen Umweg von 300 km in die Region der Shark-Bay. Monkey-Mia wartet. Ein Ort, der nur aus einem kleinen Resort besteht, genießt regelmäßig die Gunst einiger hungriger, menschenfreundlicher Delfine. Für ein geringes Eintrittsgeld, kann man den Delfinen, die hier freiwillig – jedoch konditioniert – immer wieder an den Strand kommen, beim Schwimmen zusehen. Mit ein bisschen Glück wird man für eine Fütterung auserwählt – aus der Masse der Touristen. Katharina hat Glück. Es sind auch nur wenig Leute da. Muss ein tolles Erlebnis für sie sein. Für mich ist es umso toller sie glücklich zu sehen. Nicht das wir deprimiert waren… aber mit halbabgebrochenen Schneidezähnen, beißt´s sich halt doch nicht so leicht durchs Leben.



Crash Boom Bang – Blowholes Carnarvon – Pics
27. September 2009, 6:15 vormittags
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Crash, Boom, Bang
27. September 2009, 6:11 vormittags
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Watch out! King Waves Kill! Ein großes Schild 60 km nördlich von der Provinzstadt Carnarvon, warnt uns vor der Kraft des Meeres. Während ich noch rätsel was es genau mit diesem Schild auf sich hat, ist es schon passiert.

Wie schon im Teil “Deadly Australia” beschrieben, gibt es sogenannte Blowholes an der felsigen Küste, die durch den Seegang zum leben erweckt werden. Es ist ein rauer Tag. Das Wasser schießt Meter hoch in die Luft. Wir haben beide unsere Regenjacken angezogen, in der Hoffnung die vom Winde verwehten Wassertropfen abzublocken. Die Wassertropfen die im nächsten Moment “vom Winde verweht werden” stehen außer Konkurenz. Während das Blowhole noch harmlos seine Fontäne sprüht, schwappt eine Riesen-Welle an der Felsküste über und regnet direkt auf Katharina runter. Ich stehe leider einen Meter zuweit weg um sie aufzufangen… Als sich die Wassermassen verzogen haben lächelt sie mich furchteregend mit abgebrochenen Schneidezähnen an. Der Schock ist größer für mich als für Sie. Ich trage sie sofort zum Auto und versuche erste Hilfe zu leisten. Pflaster auf die Zähne, gefällig? Wohl kaum. Mit blutverschmiertem Mund beruhigt sie mich und macht mir deutlich loszufahren. Wir machen die 60 km in einer halben Stunde –Porsche like. In der Notaufnahme sind wir sofort an der Reihe und unsere Nerven beruhigen sich.

Eine mini Flake-Fraktur am Zeigefinger, ein paar Oberflächige Schnitte und Schürfwunden sowie drei “halfway” gebrochene Zähne sind das Resultat. Wir entscheiden uns für “glimpflich davon gekommen” – das Meer hätte sie auch mitnehmen können…




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