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Von Byron nach Brisbane ist es nicht mehr weit. Kurz über die Staatengrenze von New South Wales nach Queensland gehüpft – ganz ohne Quarantäne-Vorschriften – und dann sieht man auch schon die Millionen-Metropole Brisbane über dem nächsten Berg. Das alte Bild: Wolkenkratzer im Central-Business-District und Flache Einfamilien-Häuser mit Pool drumherum.
Wir machen einen kleinen Nationalitäten-Tausch. Biagio verlässt uns am Busbahnhof und nimmt den Bus nach Norden. Wir fahren ins nette Viertel Indooroopilly. Große Villen, schöne Parks – was erwartet uns hier?
Ein Tom. Unser „alter“ Wohnkollege aus Glebe/Sydney. Der ist hier bei einem wohlhabenden Australischen Pärchen im besten Alter untergekommen. Wir nutzen die Gelegenheit zwei Nächte hier zu verweilen und uns die Stadt mit einer Katameran-Tour anzusehen. Klingt aufregend, ist auch ganz nett, dennoch gehören diese Kat-Schnellboote einfach nur zum öffentlichen Nahverkehr hier in Brizzie. Ach ja, und wir feiern natürlich Tom´s 26. Geburtstag traditionell mit Abendessen, Bescheerung und Torte.
Ein Regentief macht uns schwer zu schaffen. In Brisbane stört es uns nicht, jedoch unser nächste Ziel ist bedroht. Fraser Island – die größte Sandinsel der Welt und ein 4WD-Paradies für jung und alt. Jungle, Sanddünen, Strand, Seen und Dingos machen Fraser zu einem besonderen Highlight für jeden Ostküsten Traveller. Außer für uns. Das Tief wütet über der Region – aber Abhilfe ist in Sicht. Bei einem super Abendessen mit Tom und Catherine, unseren freundlichen Gastgebern, ergibt sich die Alternativ-Möglichkeit für zwei Tage auf South Stradbroke Island, direkt vor der Küste Brisbanes, zu fahren. Da gibt es ein Ferienhaus mit Landrover, auch sehr viel Sand und sonst keine anderen Leute.
Mit einem kleinen Boot geht es bei strömenden Regen rüber auf die Insel. In der ganzen Eile vergesse ich gleich meinen Rucksack an Land und habe so keine Klamotten außer die pitsch-nassen, die ich anhabe. Ein schönes Kaminfeuer in dem netten Holzhaus macht alles wieder gut. Wir gehen am Strand laufen, die Insel per 4WD erkunden und Wallabies füttern. Super Leben hier auf Straddy… sogar die Sonne scheint an unserem Abreisetag!
Von Brisbane geht es nun mit Lara und Tom für den nächsten Monat über Cairns bis nach Darwin. Eine neue Ära beginnt…
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Nimbin – Die Alt-Hippie-, Aboriginie- und Drogentourismusstadt schlecht hin in Australien. Aufgrund ihrer langen Hippie Vergangenheit, ist diese Stadt womöglich der einzige Ort an den man ohne Probleme Mushrooms, Kekse, Kuchen oder Marijuana selber käuflich erwerben kann. Das ist hier natürlich nicht legal – den die Gesetze hier in NSW ähneln ungefähr denen in Bayern – aber geduldet.
Aboriginie-Australierinnen und auch weiße Hippie-Omas sprechen einen überall auf der Straße an ob man nicht Bedarf hätte. Wer sich traut kann dann mit Ihnen in einem Hinterhof verschwinden, den die ganze Stadt, die aus einer 500 Meter langen Straße besteht, ist Kameraüberwacht. Außer den berauschenden Substanzen gibt es hier viele bunte Geschäfte mit esoterischen Acessoires, leckeren hausgemachten Pommes und ein Hanfmuseum. Es ist auf der einen Seite interessant zu sehen wie eine Hippie-Gemeinschaft friedlich dafür gekämpft hat ihre Ideale vor dem zuhnehmenden Komerz zu bewahren und ihr Stadtbild und Lebensweise beizubehalten, auf der anderen Seite ist es traurig zu sehen, dass dem nicht wirklich so ist. Der Staat N.S.W hat in dem kleinen Dörfchen eine große Einnahmequelle entdeckt und deshalb wird es toleriert, dass junge Mütter ihrem Lebensunterhalt damit verdienen, Touristen grüne Kräuter zu verkaufen. Somit stört zwar keiner dieser riesen Shopping-Center das Ambiente des Dorfes, doch die Frage ist ob eine tägliche Backpackerschaar von 5-6 Bussen besser ist…
Zum Glück hat unsere Tages-Tour nicht nur das traurig-abgefahrene Nest Nimbin, sondern auch noch etwas mehr zu bieten. Der Bus ist voll mit lockeren jungen Leuten, es gibt groovige Rock- und Reaggebeats auf die Ohren und einen noch abgefahreneren 60-jährigen Hippiebusfahrer. Der erzählt uns auch von umliegenden Käsefabriken, die als Drogen-Rehabilitationszentren funktioniern, fährt uns zu schönen Wasserfällen und zu einem ganz speziellen Freund. Der heißt Paul Recher. Das ist so ein richtiger Super-Hippie. Dem Aussehen zur Folge ist er gefühlte 105 Jahre alt. Wahrscheinlich ist er erst 55 doch die Substanzen in seinem Leben haben ihm zugesetz – ähnlich wie seinen ganzen Nimbin Kollegen. Das interessante an ihm ist, das er in seinem eigenen Hippie-Jungle wohnt. Mitten im Regenwald findet man eine kleine Einfahrt. Nach einem kleinen Spaziergang an alten Elektronikgeräten, japanischem Plastikspielzeug und antiken Möbeln, die zusammen zu einem netten Kunst-Arrangement angelegt sind fragen wir uns ob der Typ ein echter Freak ist oder ein richtiger Künstler. Manchmal liegt das ja ganz nah beieinander. In seinem kleinen idyllischen Häuschen am See gibt es keine Türen oder Strom, dafür frische tropische Früchte und Macadamia Nüsse für alle zum Probieren. Am Abend gehts dann mit entspannter Dudel-Musik zurück nach Byron zum Campground. Für alle die offen und lustig genug sind um ähnliche Erfahrungen zu machen: Die Tour heißt Jims-Alternative-Tours.
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In Sydney für eine Woche wieder Anschluss zufinden ist absolut kein Problem. Es ist irgendwie schön nach gut einem Monat wieder die vertraute Metropolatmosphäre zu spüren, Großstadtluft zu schnuppern, der urbanen Zivilisation zu begegnen. Katharina findet sich im alten Sharehouse in 27 Catherine St. und dem bekannten Café wieder. Ich hingegen mache mich nochmal auf die Reise eine grüne Energiefirma etwas zu bereichern.
37 Sandwiches und 19 Green-Sales später machen wir uns nach einer Woche endlich auf den Weg Richtung Norden. Die Hoffnungen auf Wärme, Sonne und Strand sind groß.
Natürlich sind wir nicht alleine unterwegs. Zu viert reisen ist lustiger und außerdem sparsamer. Uns begleitet „Lara“ (31) eine fesche kleine Italienerin und ihr ebenfalls italienischer Bekannter „Biagio“ (30). Von Sydney aus geht es nach einer frostigen Nacht in der Industriestadt Newcastle an der Big Banana in Coffs Harbour vorbei bis nach Corindi Beach. Ein netter Natur-Campground, jedem zu empfehlen, direkt am Meer – auch ein guter Surfspot. Diesen tollen Tipp haben wir, wie so manch anderen, von Fabi und Inna bekommen, die ja schon mal von Cairns hier runter gefahren sind.
Unsere deutsch-italienische Mischung scheint aufzugehen. Wir verstehen uns gut, kochen immer lecker italienisch und genießen die warmen Tage – die leider immer noch kühlen Nächte nicht ganz so (Aber im Auto ist das ja eigentlich überhaupt kein Problem – uns tun immer nur die klagenden Italiener im Zelt ein bisschen leid – Dann erinnere ich mich an den Sommer 2006 und das ganze Mitleid ist verflogen). Ich war live im Stadion als Australien in der 93 Minute unfair ausgeschieden ist. Viele Australier beklagen sich ja nicht darüber… was im Allgemeinen aber daran liegt, dass „Soccer“ Volkssport Nummer 213 ist – nach Ozzie Football, Rugby, Cricket, Athletics, Horseriding, Netball, BBQing, etc.
In Byron Bay, ein beliebtes Surfer-Ziel und Hippie Stadt im Norden von New-South-Wales, angekommen beschließen wir ein paar Tage zu bleiben. Etwas Sightseeing, weitere Surfversuche und lustige Französinen für Biagio vertreiben uns die Zeit. Dennoch gibt es hier natürlich noch ein ganz andersspezielles Highlight: Ein Tages-Ausflug nach Nimbin.
- Forster-Steg
- Forster Panorama
- Newcastel-Beach
- Newcastel-Beach
- Nach dem Winetesting
- Winetesting at Hunter Valley






























































